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Danielle Mottier: "Habe die Stute und den Fahrer zur Welt gebracht"

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News Frankreich Trab, 02.03.2025

(hen) Er war ohnehin schon der Mann des Wintermeetings 2024/25. Und so passte es auch, dass Mathieu Mottier am finalen Tag das letzte Gruppe I-Attele als Fahrer und Trainer in seinen Stall holte. Mit der Familienstute London schlug Mottier lauter an, als es die Glocke des Big Ben könnte. Die vierjährige Stute zeigte von der Grundmarke eine beeindruckende Leistung und legte aus dem ersten Band eine durchgehend gute Pace vor, obwohl sie einen Moment Druck auf die zuerst führende Loulou De Mye machen musste. Letztlich kam nur der Altersgefährte Light My Fire an der letzten Ecke in ihre Nähe. Aber Mottier tat nur das Nötigste, um die letzte Attacke sicher abzuwehren. Damit ist London auch die erste Stute, die seit Qualita Bourbon im Jahre 2008 den Prix De Selection gewinnen konnte.

Und auch für Mathieu Mottier endet damit ein schier unglaublicher Winter mit drei Gruppe I-Erfolgen. Das ist umso bemerkenswerter, weil der 33jährige zuvor in seiner ganzen Laufbahn nur drei Triumphe auf der höchsten Ebene gesammelt hat. Somit verdoppelte er die Anzahl der Siege auf diesem Level in wenigen Wochen. "Du wirst die Regale vergrößern müssen", weißt sein Sohn ihn in der Umkleidekabine von Vincennes schmunzelnd hin. Das Bemerkenswerte daran ist auch, dass dieses Triple mit drei verschiedenen Pferden gelungen ist. Keep Going gewann das Criterium Continental, Kokote den Prix Bold Eagle und schließlich London den "Selection". Diese Vielfältigkeit zeichnet auch den Stall von Mottier aus, der sich in den letzten Saisons immer mehr dem gehobenen Sport zugewandt hat. Aber was den Trainer am meisten gefreut hat, teilte er am Mikrofon von Equidia mit: "Es ist ein wunderbarer Moment. Ein großer Gewinn für unsere Zucht und die Farben meiner Mutter. Mit diesem Sieg haben wir bewiesen, dass wie eine Championesse im Stall haben."

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Wir werden nie erfahren, ob London den Prix Ourasi (GR I) im Januar gewonnen hätte, als sie im letzten Bogen mit der Führung und in guter Haltung einen Fehler machte. Aber diese Niederlage ist jetzt vergessen. Mathieu Mottier hatte Vertrauen in seine Partnerin, allerdings mit dieser notwendigen zusätzlichen Wachsamkeit. "Ich hatte die Idee, die Fahrt alleine zu machen, weil London viel Stärke hat und laufen kann. Als Light My Fire Druck auf uns ausübte, geriet ich nicht in Panik, weil ich wusste, dass sie mich nicht hängen lassen würde. Ich musste sie einfach in der Hand behalten. Wir müssen immer wachsam bleiben, wie wir im Prix Ourasi gesehen haben."

Aber das auch ein gewisses Rennglück und andere Faktoren dazu gehören, um seinen Namen in die Siegerliste eines Gruppe I einzutragen, war Mottier auch bewusst: "Heute muss betont werden, dass die besten 4jährigen, wie Lovino Bello und Lombok Jiel nicht anwesend waren. Es wird schwieriger gegen sie. Ich werde aber weiterhin regelmäßig mit London starten und sie wird das Programm bis zum Criterium der 4jährigen verfolgen."

In zwei Generationen kann die Familie von London stolz darauf sein, zwei Sieger in Gruppe I-Rennen im Stammbaum zu haben. Ihre Tante Victoire hat 4jährig das Criterium Continental gewinnen können. Beide sind Schützlinge der Familie Mottier, unter der Verantwortung von Danielle Mottier, bekannt als Dany, der Mutter von Mathieu. Die Züchterin hat offensichtlich gute Arbeit geleistet und strahlte beim Siegerinterview: "Es ist ein vollkommenes Glück. Ich habe beide Sieger zur Welt gebracht: die Stute und den Fahrer! (lacht). Darüber hinaus gibt es eine ganze Geschichte, weil London aus einem Zuchtbestand meiner Familie geboren wurde." Dany Mottier ist eine Tochter von Roland Dabouis und eine Schwester von Cathy Mary, der Frau von Jean-Philippe Mary. "Die Mutterlinie habe ich mitgebracht habe, als ich geheiratet habe. Eine Geschichte, die bereits mit Victoire, einer Tante von London, begonnen hatte."

Der Prix De Selection wurde 2014 zum letzten Mal überarbeitet. Seitdem wird das Rennen auf der Strecke von 2.200 Metern ausgetragen und die 4jährigen bekommen "nur" noch einen Vorsprung von 25 Metern, statt der 50 Meter, die es zuvor gegeben hatte. Weil sich die Älteren (5-6jährigen) immer mehr gegen die frühreiferen Pferde rausgehalten haben, war die Änderung notwendig. Mit der Siegzeit von 11,6 erreichte London eine respektable Zeit, war aber langsamer als Face Time Bourbon (10,8), Discours Joyeux (11,4) oder Bold Eagle (11,4) im gleichen Alter.

Erster Podestplatz für Emmanuel Petit im Gruppe I

Mit Light My Fire nahmen die Farben von Emmanuel Petit zum ersten Mal an einem Gruppe I-Rennen teil. Der harte Test konnte mit einem zweiten Platz als erfolgreich gewertet werden. Der Trainer des 4jährigen Sebastien Guarato teilte seine Eindrücke: "Ich habe daran geglaubt. Er hatte das richtige Rennen, kam aber vielleicht etwas zu früh aus der Deckung. Wenn er später im letzten Bogen herausgekommen wäre, hätte er vielleicht den Sieger schlagen können. Es ist natürlich leicht zu sagen, weil London den Vorteil auf der Linie hatte. Der Fokus ist jetzt ein anderer. Das Pferd macht jetzt Fortschritte und dieser Bruder von Bold Eagle ist jetzt auch zum Deckhengst aufgestiegen. Wir haben noch nicht alles von ihm gesehen."

Ksar und Keep Going die besten "Senioren"

Dritter und Vierter wurden Ksar und Keep Going, die im Rennen nie besser aufschließen konnten. Ksar hatte das beste Finish aller Teilnehmer und legte die finalen 500 Meter in 10,7 zurück. Das stellte seinen Trainer Emmanuel Varin zufrieden: "Sein Verlauf war nicht allzu glücklich, ohne den richtigen Zug zu bekommen. Er befand sich zu Beginn der Zielgeraden weit zurück und dann...was für eine Ankunft! Er legte ein sagenhaftes Finsih hin."

Zuletzt ergänzt Mathieu Mottier noch ein Statement zu seinem zweiten Starter Keep Going, nachdem er Rücksprache mit seinem Catchdriver Eric Raffin gehalten hat: "Er lief gut, aber ich denke, er ist ein wenig müde von seinem Meeting. Wir haben heute nicht das Beste von ihm gesehen. Wir werden den Frühling überspringen, um das Criterium der 5jährigen vorzubereiten."

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