News Frankreich Trab, 06.02.2025
(hen) Erst am Dienstag konnte Trainer Jean-Philippe Raffegeau durch Lucia Perrine einen Punkt in Vincennes sammeln. Bei den jüngeren Pferden lief das Wintermeeting zuvor nicht wie gewünscht, aber dafür konnte er sich auf seine älteren Pferde verlassen. Im Gespräch mit dem Paris Turf blickte der Ausbilder schon jetzt zurück auf den Winter und sprach auch über bevorstehende Starter.
"Wir befanden uns ein wenig zurück mit unseren 3 und 4jährigen. Sie hatten nicht das Niveau für das Meeting. Einige enttäuschten mich, wie Lucky Josselyn, Le Taj Mahal, der nicht gewinnen konnte, und Lady Bird Jenilat. Haben wir sie nicht hart genug gearbeitet? Oder sind sie zu weich? Es wird ein bisschen von allem sein. Vielleicht wollte ich sie nicht zu sehr beanspruchen. Wir hatten im Vorjahr zwei bis drei Monate Pilzbefall und alle fingen sich einen ein. Sie zahlen wahrscheinlich diesen Winter für die Tatsache, dass wir im Herbst Arbeit aufholen mussten. Wir werden daraus Schlüsse ziehen, wenn wir sie wieder rausbringen."
Die alten "Recken" halten den Stall im Gespräch
Während seine jungen Pferde in diesem Winter also nicht abgeliefert haben, konnte sich der 38jährige Trainer aber auf seine älteren Pferde verlassen, um den Stall "über Wasser" zu halten. "Wir hatten Glück, dass unsere Älteren, wie Heuristique oder Fanatic Flash, ihre Arbeit gemacht haben. Selbst wenn der Stall nicht fit war, gaben sie immer ihr Bestes. Wir haben diesen Winter mit Heuristique gerechnet. Ihre Vorbereitung war perfekt. Sie hat ihre ersten beiden Rennen des Winters gewonnen. Es gab eine schwache Leistung im Prix Yvonnick Bodin. Ich habe Estelle Croisic, die zum ersten Mal im Sattel der Stute saß, nicht gut genug vorbereitet. Ich bin diese Geschichte falsch angegangen, aber die Stute war schuldlos. Ich wollte sie eigentlich im Prix Henri Desmontils (GR I) starten, aber sie wird schließlich am Prix Vivier De Montfort teilnehmen. Wir werden uns nicht auf ein Gruppe I einlassen. Wenn Ina von Rib und Ideal Du Chene kommen, um ihre Klasse zu zeigen, laufen wir nur um Rang Drei oder Vier und haben ein hartes Rennen. Wir haben die Dinge also vereinfacht, und es wird ihr entgegenkommen nicht einen ganzen Monat ohne Start zu haben. Sie ging zurück, um sich auf dem Land zu entspannen, und wir werden sie eine Woche zuvor nach Grosbois zurückbringen, um uns auf diesen Test vorzubereiten."
Wie seine Stute kann es sich auch Jean-Philippe Raffegeau erlauben, zwischen der Provinz und Paris hin und her zu pendeln, dank seines Teams, dass ihm täglich zur Seite steht. "Die meisten Startpferde bleiben in Grosbois, also muss man ich von Zeit zu Zeit dort sein. Aber ich weiß auch, dass ich mir zwei Wochen auf Land Zeit nehmen kann, weil der Job so gut gemacht wird, als ob ich dort wäre. Es gibt ein Dutzend Pferde, die das ganze Jahr über bleiben werden. Wir tauschen im Sommer, während einige in die Pause gehen. Das Grosbois-Team geht für 15 Tage aufs Land, um die jungen Pferde kennenzulernen, die später nachkommen werden. Dies bringt den Zusammenhalt zwischen den beiden Teams. Einige Trainer beschweren sich, dass sie nicht genug Personal finden können. Ich weiß, dass ich zwei großartige Teams habe, und ich kann die beiden Seiten austauschen, wohl wissend, dass die Arbeit gut organisiert sein wird. Ich muss das alles nur orchestrieren, das Programm aufstellen, aber alles wird wortgenau umgesetzt, und deren eigene Initiative ist oft sehr oft. Ich habe großes Glück. Mein Umfeld ist sehr gut."
Pferde zum Folgen
Während das Ende des Meetings schnell näher rückt, wird der Trainer nicht mehr viele gute Möglichkeiten haben. "Katim Du Goutier wurde in seiner Entwicklung aufgehalten. Er war kurz davor ein Rennen zu gewinnen, hatte aber ein gesundheitliches Problem. Wir haben uns die Zeit genommen, ihn zu behandeln, und er wird dies nächste Woche nutzen können. Er verdient es, sein Rennen zu gewinnen. Ich hoffe nur, dass er keinen schlechten Verlauf erwischt. Frische am Ende des Meetings zu haben, kann gegen einige Gegner von Vorteil sein. Sonst gibt es nicht viel anderes. Natürlich Heuristique am 23. Februar, und wenn wir es schaffen, diese beiden Rennen zu bestehen, wird das Meeting erfolgreich bewertet."
In Bezug auf die Zukunft setzt Jean-Philippe Raffegeau auf einige 3jährige Pferde. Die Fehler, die in diesem Winter gemacht wurden, will er aber nicht wiederholen und sich eher auf die älteren Schützlinge konzentrieren. "Im M-Jahrgang haben bisher nur zwei angefangen. Meliciano, ein Halbbruder von Horace Du Goutier, ist einer von denen, die ich mag. Ich habe auch eine junge Stute, Mavana Du Digeon, die in den nächsten Wochen beginnen sollte. Das sind zwei junge Pferde, von denen ich hoffe, dass sie das Pariser Niveau haben werden."
"Ansonsten werde ich mir generell Zeit mit den jungen Pferden nehmen. Ich habe bereits einige Schlussfolgerungen aus diesem Winter gezogen, und ich glaube nicht, dass ich im nächsten Winter viele 2 und 3jährige starten werde. Von nun an werde ich sie eher bis zum vierten oder fünften Lebensjahr bringen und versuchen sie bis dahin zu bewahren. Auf jeden Fall wird dies der Plan für die nächsten Winter sein. Es gibt Trainer, die sehr stark mit jungen Pferden vertreten sind. Ich ziehe es vor, ihnen Zeit zum Trainieren zu geben. So bin ich besser dran. Es braucht viel Strenge, um mit jungen Pferden zu arbeiten. Einige komplizierte Pferde, wie zum Beispiel Lucia Perrine, müssen jedoch laufen. Sie wird sich nicht im Training oder durch den Aufenthalt auf einer Koppel verbessern. Es liegt auch an uns, die Fähigkeiten unserer Pferde zu beurteilen."
Neuigkeiten von Fanatic Flash
"Er hatte kleine Verletzungen, nachdem er in Cagnes gelaufen war. Dies ist das erste Mal, dass ihm das passiert ist. Wir haben uns die Zeit genommen, ihn zu behandeln, und ich möchte ihn auf ein Rennen in Solvalla vorbereiten, dass am Wochenende des Etitloppet stattfindet. Ich bin mir sicher, er wird es lieben. Er ist 10 Jahre alt und muss in guter Verfassung sein, um mit den anderen zu konkurrieren. Er geht nächste Woche ans Wasser zu Arnaud Morin, um ihn vorzubereiten. Wir werden versuchen, in der Zwischenzeit mehr Rennen für ihn zu finden. Wir werden nicht nach Solvalla gehen, wenn er nicht voll da ist. Er reist gut, also würde ich dieses Risiko gerne eingehen. Diese Reise mit einem Starter an diesem Wochenende zu machen, wäre toll, und wir werden versuchen, mit einer Chance anzutreten. Aber ich kann Ihnen versichern, dass derzeit nichts vollkommen feststeht."
Das Amerique-Wochenende von Raffegeau
Mit Nico ( NICOLAS CAULLERY - Sänger/Galopper-Trainer/Traberbesitzer) haben wir fast das ganze Wochenende zusammen verbracht. Ich bin zu seinem Konzert auf der Bahn gegangen und möchte zum Auftritt seiner Band gratulieren. Die Kommunikation um sie herum war leider nicht gut, weil sie mehr Publikum verdient hätten. Es gab ein großes Wochenende zu organisieren, und es ist nicht einfach, alles zu verwalten, aber das war der einzige Nachteil. Die Atmosphäre war perfekt, aber viele Leute waren sich dieses Ereignisses nicht bewusst. Zurück zu Nico. Er kann alles machen und ist außerdem ein wirklich guter Mensch. Es war ein Vergnügen, ihn in Vincennes zu sehen. Ich persönlich hatte ein Traumwochenende. Wir konnten unsere jeweiligen Siege gemeinsam genießen und eine schöne Verbindung zwischen Trab und Galopp herstellen. Diese Verbindung ließ mich auch nach Longchamp gehen, um die schönen Renntage zu sehen. Er hat mich dazu gebracht, dieses Universum zu entdecken."