News Frankreich Trab, 23.03.2025
(hen) Nach seinem grandiosen Winter hält die Form bei Inexess Bleu weiter an. Nach den zuvor fünf Siegen in Serie, machte der Wallach am Samstag Nachmittag das halbe Dutzend voll. Und noch dazu sprach der Rennverlauf diesmal nicht für den Vittel De Brevol-Sohn. Während Gaspar D'Angis, der zu den Hauptgegnern zählte, sofort an der Spitze auftauchte, musste Inexess Bleu die Todesspur anführen. Daran änderte sich auch nichts bis zu Beginn des Einlaufs. Eric Raffin verschärfte aus dem letzten Bogen heraus noch einmal die ohnehin schon flotte Fahrt. Aber Alexandre Abrivard ließ sich im Sulky von Inexess Bleu nicht abschütteln und konnte die Lücke ab Mitte des Einlaufs wieder schließen. Genau auf der Linie hatte er einen kleinen Vorteil. Die dabei erzielten 11,6/2.850 Meter waren gerade nach dem Rennverlauf herausragend.
Natürlich war dann auch der Siegfahrer am Mikrofon von Equidia begeistert: "Ich habe keine Worte. Er ist monströs. Ich erfinde nichts Neues mit ihm. Heute hatten wir kein gutes Rennen und er gewinnt trotzdem."
In seiner Nachbesprechung fragt er aufgrund der Leistung seines Partners ebenfalls: "Wer kann das sonst ehrlich leisten, was er heute getan hat? Eine solche Zeit auf den 2.850 Metern in zweiter Spur mit der Nase im Wind. Ich dachte, ich könnte bis zum Beginn des Anstiegs einen Rücken haben, aber Gaby (Gabriele Gelormini mit It's A Dollarmaker) zwang mich auf dem Weg in die Senke nach außen. Ich vermutete in dem Moment, dass es ein hartes Rennen werden würde, aber das Pferd machte mich in diesem Moment so zuversichtlich, dass ich das Risiko eingegangen bin, ihn früh in den Wind zu schicken. Im Moment ist er so stark, dass es egal ist, wie man fährt. Für den Fahrer ist es unglaublich. Er ist mein Champion."
Nach seinem sechsten Sieg in Folge sprach auch der Trainer Laurent Claude Abrivard über die tolle Form seines Schützlings "Inexess hat in diesem Winter fünf Rennen gewonnen. Unnötig zu sagen, dass er in guter Verfassung ist. Die Rennen sind in den letzten Monaten gut verteilt und bei seinem letzten Sieg im Winter hat er leicht gewonnen. Am Morgen fliegt er in der Arbeit. Er hat sich nach dem Wintertreffen ein wenig erholt, aber Pferde seines Kalibers hast Du dreimal gearbeitet und es geht ihnen wieder gut. Es ist ein Crack!"
Keine Kampagne im Ausland
Natürlich stellt sich bei der Form auch die Frage nach einem Auslandsstart, dem der Besitzer Michel Gallier gleich eine Absage erteilt: "Ich will nicht mit ihm ins Ausland. Viele gute Pferde kamen nach den Reisen mit Problemen zurück. Wir sind gut aufgehoben in Frankreich. Wenn ihm nichts passiert, hat er noch Großes vor sich."
Während der Trainer diese Einstellung bestätigt, geht Alexandre Abrivard in eine andere Richtung: "Er hatte dieses Jahr einen großen Winter. Er hat schon viel Arbeit geleistet. Im nächsten Winter wird er mit seinen Gewinnen keine Rennen in Vincennes haben. Er wird in Ruhe überwintern. Ich denke, wir sollten nächstes Jahr lieber Starts im Ausland vorbereiten. Wir könnten dann eine Frühjahrskampagne im Ausland machen, wie es Aubrion du Gers zu seiner Zeit getan hat." Das einzige nahezu sichere Rennen, an dem der 7jährige in nächster Zeit teilnehmen wird, ist der Prix Kerjacques (GR II) am 05. April. Dort wird er wieder auf Gaspar D´Angis treffen
Die Stimmen der Platzierten:
Jean-Michel Baudouin (Trainer) - Gaspar D'Angis (2.): "Ich bereue es nicht, außer geschlagen worden zu sein, weil wir hier sind, um zu gewinnen. Das Pferd hatte nicht viele Rennen zur Verfügung und es könnte ihm heute noch an Kondition gefehlt haben. Ich denke, er wird am 05. April beim Prix Kerjacques perfekt sein. Er muss sich gut erholen, denn heute hatte er einen echten Kampf. Es verteidigte seinen Wert. Er und Inexess sind die beiden besten Wallache des Augenblicks. Er wurde nur von einem Superpferd geschlagen."
Matthieu Abrivard (Fahrer) - Face Time (3.): "Das Pferd hat sehr viel Qualität. Er musste um It's A Dollarmacker rum und kam dann wieder auf die Beine und konnte den zurückkommenden Fakir De Mahey abwehren. Wir wurden von zwei Superpferden geschlagen."