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Autor | Beitrag |
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Dienstag 24 September 19:07 Uhr | |
Immer wieder sind hier interessante Beiträge von Kiebitz und Forstwald. Aber wie viele Pferde habt ihr in den letzten 10 Jahren gezüchtet ? Wie viel eigenes Geld investiert ? Alle schreiben nur vom wetten oder alten Kamellen. Aber ohne Pferde wird es keine Rennen geben. Züchterkommission ect. alles schön und gut. Aber warum soll jemand noch züchten, wenn er nachher gerade das Deckgeld erhält? Habe nicht das Gefühl, dass hier überhaupt das grundlegende Verständnis vorhanden ist, was es bedeutet zu züchten. Neben dem finanziellen ist es ein großer Zeitaufwand. Warum sollte man das machen, wenn man nachher keinerlei Würdigung erhält? Die einzige Lösung und der einzige Ansatz kann nur noch ein europäischer Traber sein, wo der Züchter in jedem Land 20% erhält. Zumindest bis 4j. Danach 10% siehe SWE. Wenn das nicht kommt, wird es in den nächsten Jahren keine Züchter mehr geben. Hier wäre der HVT gefragt. Dies ist die Priorität Nr 1. alles andere erledigt sich sonst eh von selbst. Aber leider spricht niemand davon... So, sorry für die Worte. Jetzt kann ja wieder über Wetten und theoretische Anpaarungen gesprochen werden.... Traurig, dass hier offensichtlich niemand echtes Interesse an der Zucht - der absoluten Grundlage- hat. |
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Dienstag 24 September 19:24 Uhr | |
Ich hatte bei der letzten Mitgliederversammlung angefragt, ob es hinsichtlich der übergreifenden (also Deutschland zahlt die Züchterprämie an die ausländischen Züchter und die anderen Nationen dann eben auch an die deutschen Züchter) Züchterprämienauszahlung Gespräche mit den anderen Verbänden gibt.... ich denke, meine Frage wurde nicht verstanden🤔
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Dienstag 24 September 19:41 Uhr | |
wie traurig... dann können wir hier aber zu machen... Ohne neue Pferde werden Rennen schwer werden... Und für 10% in D zzgl. Auktionserlös wird hier niemand mehr züchten. Wenn das nicht verstanden wird, können wir uns den Rest auch sparen. Nebenbei ist die Entwicklung auch in SWE -trotz guter Zpchterprämien- ähnlich. Es werden tolle Mutterstuten für den Preis eines Schlachtpferdes verkauft. Wie sollen denn noch Rennen stattfinden, wenn niemand mehr züchtet ??? Aber vielleicht verstehe ich hier auch irgendwas einfach nicht... |
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Dienstag 24 September 19:43 Uhr | |
...da wird in diesem forum doch tatsächlich über "das wetten" geschrieben...unglaublich, diese proleten wie dieser einstein oder wie sie sonst noch alle heißen...ungebildet bis zum geht nicht mehr, kein verständnis für was auch immer...wissen nicht, wo und wer der mittelpunkt des universums ist...und dann züchten sie noch nicht einmal, mir fehlen die worte...scheren sich einen dreck darum... ...traurig, dass es immer noch diesen hochmut, diesen widerlichen hochmut, einiger personen gibt... |
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Dienstag 24 September 19:47 Uhr | |
Einstein, ich glaube Sie haben, oder wollen meinen Punkt einfach nicht verstehen... Das ist schade. Auch als Wetter könnte man ja mal über den Tellerrand schauen... Das unser schöner Sport auch Wetter, Pfleger, Trainer, Fahrer, Veranstalter usw benötigt ist doch logisch, Aber es beginnt nun einmal alles beim Pferd... |
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Dienstag 24 September 20:05 Uhr | |
Und es endet beim Wetter. Ohne Anfang kein Ende und ohne Ende kein Anfang. |
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Dienstag 24 September 20:17 Uhr | |
Genau so ist es.
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Dienstag 24 September 20:21 Uhr | |
Nun ja, der Wetter kann sich aussuchen, wo er wetten möchte. Wenn in Deutschland keine Rennen mehr stattfinden, wird eben woanders gezockt. Beim Züchten ist das dann schon etwas anders. Die Pferdchen sind da und sollen nach Möglichkeit gut verkauft werden. Und während die Pferdchen da sind, verursachen sie auch Kosten. Mal ganz davon abgesehen, dass auch Mutterstuten nicht nur von der Luft und Liebe leben😉 Das Ergebnis der diesjährigen Derby-Auktion sollte alle mal wach gemacht haben! Der HVT hat eine große Aufgabe: Stärkung der Inländer. Ansonsten können wir uns ziemlich bald vom deutschen Traber verabschieden. |
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Dienstag 24 September 20:47 Uhr | |
@ carola Du hast nicht verstanden was dir nahezu die gesamte Versammlung erklären wollte zu deiner Anfrage.
Am besten wenn du es immer noch nicht verstanden hast, frage Herrn Tell.
Volle Zustimmung aber zum letzten Beitrag. |
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Dienstag 24 September 21:07 Uhr | |
Tsunami Diamant schreibt: Ich bin ja froh, dass ich nicht die Einzige bin, die das nicht verstanden hat. Christina hat das in ihrem Post sehr gut beschrieben. Aber wenn Du das Problem kennst, beschreibe es doch einfach mal. Dich betrifft die Situation ohnehin mehr als mich😇 |
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Dienstag 24 September 21:25 Uhr | |
Die Europäische Zuechterpraemie wurde von uns damals verhindert. Zu einer Zeit wo wir noch stärker im Sport waren. Und wo wir das haetten nicht verhindern sollen.
Jetzt ist die Situation so das wir aktuell 175.000 € - 200.000€ an Zuechterpraemien von ausländischen Zuechterpraemien einkassieren. Wir verwenden das zum Teil für den HVT Haushalt und anderen Dingen.. Praktisch verwenden wir die Gelder zu unserem Vorteil. Muessten wir das ausbezahlen, haetten wir weder diese Gelder, noch koennten wir die auszuzahlenden Gelder stemmen. Zudem bekommen wir Schweden nicht mehr dazu, für die waere das eine Katastrophe. |
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Dienstag 24 September 22:34 Uhr | |
Carola Reckzeh schreibt: Was ist denn der deutsche Traber? Ich sehe fast ausschließlich ausländische Deckhengste. Beispiel Preussenstolz: Das hört sich Deutsch an, ruft man das Pedigree auf, sieht man fast auschließlich US, US, US, US, US, US, US, US... Der deutsche Traber ist doch seit Jahren Etikettenschwindel. Da würde ich mir mal eine Remigration wünschen. Vielleicht ist es viel günstiger für den deutschen Sport, die Pferde nicht selbst zu züchten, sondern in Osteuropa zu kaufen.
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Dienstag 24 September 23:09 Uhr | |
Christina Hempel schreibt: Das Thema Traberzuchtfonds habe ich schon in einem eigenen Beitrag angesprochen.....nur leider interessiert es wohl nur wenige. Dieses Geld wird immer mehr, da immer mehr ausländische Pferde Rennpreise in D erzielen. Es ist ein Unding, dass dieses Geld.... bezahlt von den Rennvereinen als "Züchterprämie" - in den Haushalt des HVT fließt....auf Nimmerwiedersehen. Erhöhung der Züchterprämie für deutsch eingetragene Pferde, Förderung von Rennen nur für deutsche Pferde, Selektionsprämien bei Bedeckung von Stuten mit besonderen Leistungen.....es gäbe viel Verwendung für die Gelder aus dem Traberzuchtfonds. |
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Dienstag 24 September 23:58 Uhr | |
Philipp Meincke schreibt: Keine Sorge, mir ist aus eigener Erfahrung schon ziemlich klar, was Zucht kostet. Und dass man nie weiß, ob man sein investiertes Geld wiedersieht. Gerade in diesem Moment: gestern war die Wahl zum Zuchtbeirat im Westen - ist das echte Interesse an der Zucht als Keimzelle des TRS groß und konkret wie lange nicht. Mitmachen gilt! Der HVT sind wir. Zumindest im Westen war der Zusammenhalt greifbar (auch als Folge des Züchterrenntags in GE). Es kann sich was entwickeln. Proteste bringen uns nicht weiter. ... dass das jemand liest, was wir schreiben 😀 Die Keimzelle: Zwei Züchter anno 1780 in Epsom: Meiner ist schneller als Deiner. Wer gewinnt, dessen Name trägt ein neues Rennen: Seitdem heißt es "Derby"! Gezockt wurde da aber auch schon. |
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Mittwoch 25 September 09:38 Uhr | |
Philipp Meincke schreibt: Wer genau würde denn dann die zusätzlichen 10% an Züchterprämie bezahlen? Mal davon abgesehen, hat der Züchter perspektivisch wenig davon. Es gibt zu wenig gut dotierte Rennen in Deutschland. Wenn das Pferd wirklich so gut ist, der Züchter also von den 20% profitieren könnte, wird es nicht lange in Deutschland bleiben und der Züchter hat dann auch nichts von den 20% statt 10%. Wie die Jährlingsauktion gezeigt hat, fängt das "Problem" der Züchter schon vor der Züchterprämie an, also schon beim Verkauf von jungen Pferden. Es nützen auch 50% Züchterprämie nichts, wenn es keinen Markt für Käufer von jungen Pferden mehr gibt. |
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Mittwoch 25 September 09:47 Uhr | |
Carola Reckzeh schreibt: Hat denn die diesjährige Auktiuon gezeigt, dass die Kosten für die Jährlinge zu hoch waren? Ne, denn so etwas macht sich nicht bei den Preisen einer Auktion bemerkbar. Die Preise einer Auktion stellen sehr gut die derzeitige Marktsituation dar. Und nach dieser Auktion muss man sagen, dass es kaum noch einen Markt für gut gezogene Jährlinge in Deutschland gibt. Wenn also irgendetwas zuerst beeinflusst werden muss, dann ist es den Markt für Käufer attraktiver zu gestalten. Denn all die Förderungen für Züchter machen keinen Sinn, wenn die Produkte nicht verkauft werden können. |
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Mittwoch 25 September 10:46 Uhr | |
Sehr gute Beiträge, mit vielem liegt ihr wohl richtig Die 24 Monate muessten und werden nur dann reichen, wenn klare Signale und Veränderungen bald schon im Beginn sind.... Nur aus ueber 20 Jahren Erfahrung, ist Sport/Verband/Aktive zu traege für schnellen Wandel.
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Mittwoch 25 September 10:59 Uhr | |
Andreas Gruber schreibt:
Genau das ist doch das Problem, dass es keinen Markt gibt. Die Besitzer und Wetter haben am Sport, wie er im Moment betrieben wird, keine Lust mehr! Es müssen das Produkt Pferdewette und das Produkt Pferderennen von Grund auf überdacht werden. Ein Wetter ist auf das große Geld aus und das benötigt eine Wette mit einem attraktiven Gewinn. Es kann eine Großwette sein, und die darf nur schwer zu treffen sein. Aber das große Geld muss locken! Auf der anderen Seite muss sich ein Besitzer im Pferdesport wohlfühlen, und das ist im Moment wohl nicht der Fall. Es geht auch nicht immer um das Geld, wenn man Pferde hält, was im Trabrennsport immer wieder als Argument aufgeführt wird. Im Reitsport kostet ein Pferd deutlich mehr und kann, abgesehen von dem ganz großen Sport, kaum Geld verdienen. Solange wir den Besitzern, die Geld in Pferde stecken, und den Wettern den Sport nicht attraktiv darstellen, wird es mit der Zucht, dem Nachwuchs usw. nichts Nachhaltiges.
Wenn ich überlege, wer mit mir damals Pferdewirt gelernt und nachher die Meisterprüfung gemacht hat: Von denen ist so gut wie keiner mehr im Sport tätig. Das aber nicht, weil man den Sport nicht gerne gemacht hat, sondern weil die Zukunftsperspektive hier in Deutschland gleich null ist. Aus meiner Sicht muss sich der HVT sofort als oberstes Organ und nicht nur als Zuchtverband verstehen. Die kleinen Besitzer/Amateurtrainer müssen wieder angelockt werden. Das waren früher die Leute, die die Felder gefüllt haben. Diese Leute wollen aber nicht alle zwei Wochen durch halb Deutschland fahren, um an Rennen teilzunehmen. Macht flexiblere Ausschreibungen und weniger Rennen, aber dafür volle Rennen (attraktiver für die Wetter) und regelmäßig auf die Regionen verteilt, sodass jeder eine Chance hat, alle zwei Wochen zu starten, aber nicht 400 km fahren zu müssen.
Ach, es gibt so vieles, was einfach und ohne viel Geld geändert werden könnte, aber leider passiert meiner Meinung nach viel zu wenig. Was man in der Öffentlichkeit mitbekommt, ist leider sehr wenig. Wie sollen dann Leute motiviert werden, wenn nach außen der Eindruck entsteht, dass sich nichts tut?
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Mittwoch 25 September 12:05 Uhr | |
Christina Hempel schreibt: Ich glaube nich einmal, dass wir zu wenige Rennveranstaltungen haben. Und vom Norden einmal abgesehen, hab ich in den anderen Regionen noch eine Alternative. Und ja, natürlich nicht mehr so vielfältig wie es einmal war. Durch das "Mehr" an Veranstaltungen hatte man auch ein "Mehr" an Auswahl. Aber ein "Mehr" an Auswahl ergibt nicht automatische ein "Mehr" an Startern. Vielleicht sollten wir das Thema Ausschreibung einmal völlig neu gestalten. Wieso schreiben wir noch nach Lebensgewinnsumme aus? Wollen wir nicht einmal eine "Formgewinnsumme" (Durchschnittsgewinn der letzten 10/15/20 Starts) nehmen, die das derzeitige Leistungsniveau besser abbildet?
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Mittwoch 25 September 13:11 Uhr | |
schreibt: "Ich glaube nicht einmal, dass wir zu wenige Rennveranstaltungen haben." Um das zu belegen bzw. eher zu widerlegen, sollte man einen fixen Pool von z.B. 5 oder mehr Startpferden verschiedener Qualität bilden - rein rechnerisch und rein theoretisch. Betrachten wir als erstes einen 3j. ohne Geld, der 8 Starts von Mai bis September im Alltagssport absolvieren will und chequen, welche Rennen für ihn ausgeschrieben werden/wurden; ein weiteres Szenario sollte einen 4j. betreffen, der Derby und BC ansteuert, dann aber eben auch AF-Pferde, die über Winter in Schwung gehalten werden sollen usw.. Man sollte deren Startmöglichkeiten konkret aufzeigen und mit den Ausschreibungen abgleichen. Das ist in einer Simulation ja wohl möglich. Über ein Jahr. Prämisse: keine Transporte über 400 km, alternativ: keine über mehr als 150 km, angestrebte Startfrequenz alle 10 Tage. Genauere Kriterien werden sich bei näherer Betrachtung ergeben. Dann wird sich schnell zeigen, ob und wo es in D möglich ist, pferdegerecht zu starten. Man kann das auch rückwirkend aufzeigen. Das größte Interesse an solch einer Modellrechnung müßten die RVe haben, denn sie leben ja von den vorhandenen Startpferden. und nicht davon, diese zu vertreiben. Wir müssen lernen, das vorhandene Pferdematerial aktiv zu managen auf der Basis von Fakten und Planungsdaten. Und dazu gehört ein Controlling der Ausschreibungen. Die schnellste und wichtigste Hilfe in dieser Richtung: Nennung und Starterangabe a la franz. Infonet und Ausschreibungen 3 Monate im Voraus. Aufgrund der gerne genutzten Nennungen Wochen vorher läßt sich frühzeitig die Bewegung und der Bedarf der Startpferde erkennen, nachverfolgen und ggf. nachjustieren. Das ist für alle Beteiligten hilfreich. |