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Zuchtsaison 2024
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Dienstag 24 September 19:07 Uhr
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Philipp Meincke

Themen: 1
Beiträge: 39

Immer wieder sind hier interessante Beiträge von Kiebitz und Forstwald.

Aber wie viele Pferde habt ihr in den letzten 10 Jahren gezüchtet ? Wie viel eigenes Geld investiert ? 
Wo sind hier die echten Züchter ???

Alle schreiben nur vom wetten oder alten Kamellen. Aber ohne Pferde wird es keine Rennen geben.

Züchterkommission ect. alles schön und gut. Aber warum soll jemand noch züchten, wenn er nachher gerade das Deckgeld erhält?

Habe nicht das Gefühl, dass hier überhaupt das grundlegende Verständnis vorhanden ist, was es bedeutet zu züchten.

Neben dem finanziellen ist es ein großer Zeitaufwand. Warum sollte man das machen, wenn man nachher keinerlei Würdigung erhält?

Die einzige Lösung und der einzige Ansatz kann nur noch ein europäischer Traber sein, wo der Züchter in jedem Land 20% erhält. Zumindest bis 4j. Danach 10% siehe SWE.

Wenn das nicht kommt, wird es in den nächsten Jahren keine Züchter mehr geben. Hier wäre der HVT gefragt. Dies ist die Priorität Nr 1. alles andere erledigt sich sonst eh von selbst.

Aber leider spricht niemand davon...

So, sorry für die Worte. Jetzt kann ja wieder über Wetten und theoretische Anpaarungen gesprochen werden.... 

Traurig, dass hier offensichtlich niemand echtes Interesse an der Zucht - der absoluten Grundlage- hat.

Dienstag 24 September 19:24 Uhr
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Carola Reckzeh

Themen: 15
Beiträge: 877

Ich hatte bei der letzten Mitgliederversammlung angefragt, ob es hinsichtlich der übergreifenden (also Deutschland zahlt die Züchterprämie an die ausländischen Züchter und die anderen Nationen dann eben auch an die deutschen Züchter) Züchterprämienauszahlung Gespräche mit den anderen Verbänden gibt.... ich denke, meine Frage wurde nicht verstanden🤔

 

Dienstag 24 September 19:41 Uhr
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Philipp Meincke

Themen: 1
Beiträge: 39

Carola Reckzeh Carola Reckzeh wie traurig...

dann können wir hier aber zu machen...

Ohne neue Pferde werden Rennen schwer werden...

Und für 10% in D zzgl. Auktionserlös wird hier niemand mehr züchten.

Wenn das nicht verstanden wird, können wir uns den Rest auch sparen.

Nebenbei ist die Entwicklung auch in SWE -trotz guter Zpchterprämien- ähnlich.

Es werden tolle Mutterstuten für den Preis eines Schlachtpferdes verkauft.

Wie sollen denn noch Rennen stattfinden, wenn niemand mehr züchtet ??? Aber vielleicht verstehe ich hier auch irgendwas einfach nicht...

Dienstag 24 September 19:43 Uhr
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Einstein

Themen: 2
Beiträge: 1564

...da wird in diesem forum doch tatsächlich über "das wetten" geschrieben...unglaublich, diese proleten wie dieser einstein oder wie sie sonst noch alle heißen...ungebildet bis zum geht nicht mehr, kein verständnis für was auch immer...wissen nicht, wo und wer der mittelpunkt des universums ist...und dann züchten sie noch nicht einmal, mir fehlen die worte...scheren sich einen dreck darum...

...traurig, dass es immer noch diesen hochmut, diesen widerlichen hochmut, einiger personen gibt...

Dienstag 24 September 19:47 Uhr
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Philipp Meincke

Themen: 1
Beiträge: 39

Einstein, ich glaube Sie haben, oder wollen meinen Punkt einfach nicht verstehen... Das ist schade. Auch als Wetter könnte man ja mal über den Tellerrand schauen... Das unser schöner Sport auch Wetter, Pfleger, Trainer, Fahrer, Veranstalter usw benötigt ist doch logisch,

Aber es beginnt nun einmal alles beim Pferd...

Dienstag 24 September 20:05 Uhr
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Gambler

Themen: 5
Beiträge: 2735

Und es endet beim Wetter. Ohne Anfang kein Ende und ohne Ende kein Anfang. 

Dienstag 24 September 20:17 Uhr
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Philipp Meincke

Themen: 1
Beiträge: 39

Genau so ist es.
Danke für den Hinweis zu den Rennvereinen.

 

Dienstag 24 September 20:21 Uhr
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Carola Reckzeh

Themen: 15
Beiträge: 877

Nun ja, der Wetter kann sich aussuchen, wo er wetten möchte. Wenn in Deutschland keine Rennen mehr stattfinden, wird eben woanders gezockt.

Beim Züchten ist das dann schon etwas anders. Die Pferdchen sind da und sollen nach Möglichkeit gut verkauft werden. Und während die Pferdchen da sind, verursachen sie auch Kosten. Mal ganz davon abgesehen, dass auch Mutterstuten nicht nur von der Luft und Liebe leben😉

Das Ergebnis der diesjährigen Derby-Auktion sollte alle mal wach gemacht haben!

Der HVT hat eine große Aufgabe: Stärkung der Inländer. Ansonsten können wir uns ziemlich bald vom deutschen Traber verabschieden.

Dienstag 24 September 20:47 Uhr
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Tsunami Diamant

Themen: 12
Beiträge: 437

@ carola

Du hast nicht verstanden was dir nahezu die gesamte Versammlung erklären wollte zu deiner Anfrage. 

 

Am besten wenn du es immer noch nicht verstanden hast, frage Herrn Tell.

 

Volle Zustimmung aber zum letzten Beitrag. 

Dienstag 24 September 21:07 Uhr
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Carola Reckzeh

Themen: 15
Beiträge: 877
Tsunami Diamant schreibt:

@ carola

Du hast nicht verstanden was dir nahezu die gesamte Versammlung erklären wollte zu deiner Anfrage. 

 

Am besten wenn du es immer noch nicht verstanden hast, frage Herrn Tell.

 

Volle Zustimmung aber zum letzten Beitrag. 

Ich bin ja froh, dass ich nicht die Einzige bin, die das nicht verstanden hat. Christina hat das in ihrem Post sehr gut beschrieben.

Aber wenn Du das Problem kennst, beschreibe es doch einfach mal. Dich betrifft die Situation ohnehin mehr als mich😇

Dienstag 24 September 21:25 Uhr
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Tsunami Diamant

Themen: 12
Beiträge: 437

Die Europäische Zuechterpraemie wurde von uns damals verhindert. Zu einer Zeit wo wir noch stärker im Sport waren. Und wo wir das haetten nicht verhindern sollen. 

 

Jetzt ist die Situation so das wir aktuell 175.000 € - 200.000€ an Zuechterpraemien von ausländischen Zuechterpraemien einkassieren.

Wir verwenden das zum Teil für den HVT Haushalt und anderen Dingen..

Praktisch verwenden wir die Gelder zu unserem Vorteil. 

Muessten wir das ausbezahlen, haetten wir weder diese Gelder, noch koennten wir die auszuzahlenden Gelder stemmen.

Zudem bekommen wir Schweden nicht mehr dazu, für die waere das eine Katastrophe. 

Dienstag 24 September 22:34 Uhr
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Chappiho

Themen: 1
Beiträge: 1216
Carola Reckzeh schreibt:

Nun ja, der Wetter kann sich aussuchen, wo er wetten möchte. Wenn in Deutschland keine Rennen mehr stattfinden, wird eben woanders gezockt.

Beim Züchten ist das dann schon etwas anders. Die Pferdchen sind da und sollen nach Möglichkeit gut verkauft werden. Und während die Pferdchen da sind, verursachen sie auch Kosten. Mal ganz davon abgesehen, dass auch Mutterstuten nicht nur von der Luft und Liebe leben😉

Das Ergebnis der diesjährigen Derby-Auktion sollte alle mal wach gemacht haben!

Der HVT hat eine große Aufgabe: Stärkung der Inländer. Ansonsten können wir uns ziemlich bald vom deutschen Traber verabschieden.

Was ist denn der deutsche Traber? Ich sehe fast ausschließlich ausländische Deckhengste.

Beispiel Preussenstolz: Das hört sich Deutsch an, ruft man das Pedigree auf, sieht man fast auschließlich US, US, US, US, US, US, US, US... 

Der deutsche Traber ist doch seit Jahren Etikettenschwindel. Da würde ich mir mal eine Remigration wünschen.

Vielleicht ist es viel günstiger für den deutschen Sport, die Pferde nicht selbst zu züchten, sondern in Osteuropa zu kaufen.

 

 

Dienstag 24 September 23:09 Uhr
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Polarmaid

Themen: 3
Beiträge: 70
Christina Hempel schreibt:

hatte ich auch mal angesprochen: das geld aus dem zuchtfonds in die hand nehemen und die basis für eine europäische zuchtprämie schaffen, software, datenbankaufbau. können die verbände länderübergreifend auch regeln, ohne das die uet zustimmen muss. letztendlich zahlen die rennvereine die zuchtprämien - nicht der verband! wenn diese ihre zuchtprämien an eine zahlstelle überweisen, ohne umweg des verbandes, könnten die gelder an alle kontoinhaber= züchter ausgezahlt werden.... idee einfach, umsetzung ähnlich zvtrs, ( da hat man die blaupause ), aber ? da ist das teufelswort wieder. wobei es mir nicht in den kopf kommt, das dies von den verbänden nicht selbst angestossen wird. ohne dies, keine züchter mehr. dann braucht es auch keinen verband mehr. das finanzielle jonglieren mit den ausländischen züchterprämien mag einen verband über wasser halten, aber letztendlich ist es fremdes geld, das jemand anderem im sport fehlt. ein finanziell gesunder verband ist ohne den zuchtfonds geschäftsfähig

die gesammelten daten können erweitert werden, endlich eine europäische pferdedatenbank zu etablieren, mit nachkommen, deren leistung etc

entweder der hvt  vernetzt sich jetzt eng international ( die übrigen traberverbände ebenso ) und man teilt sich aufgaben und spart dadurch, oder in 10 jahren ist nicht mehr zu verwalten, was nicht von 2 personen erledigt werden kann. das kann man denn nebenbei in rente verwalten

Das Thema Traberzuchtfonds habe ich schon in einem eigenen Beitrag angesprochen.....nur leider interessiert es wohl nur wenige. Dieses Geld wird immer mehr, da immer mehr ausländische Pferde Rennpreise in D erzielen. Es ist ein Unding, dass dieses Geld.... bezahlt von den Rennvereinen als "Züchterprämie" - in den Haushalt des HVT fließt....auf Nimmerwiedersehen. 

Erhöhung der Züchterprämie für deutsch eingetragene Pferde, Förderung von Rennen nur für deutsche Pferde, Selektionsprämien bei Bedeckung von Stuten mit besonderen Leistungen.....es gäbe viel Verwendung für die Gelder aus dem Traberzuchtfonds.

Dienstag 24 September 23:58 Uhr
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Kiebitz

Themen: 10
Beiträge: 496
Philipp Meincke schreibt:

Immer wieder sind hier interessante Beiträge von Kiebitz und Forstwald.

Aber wie viele Pferde habt ihr in den letzten 10 Jahren gezüchtet ? Wie viel eigenes Geld investiert ? 
Wo sind hier die echten Züchter ???  ...  Hier wäre der HVT gefragt.  ...

Traurig, dass hier offensichtlich niemand echtes Interesse an der Zucht - der absoluten Grundlage- hat.

Philipp Meincke Philipp Meincke Keine Sorge, mir ist aus eigener Erfahrung schon ziemlich klar, was Zucht kostet. Und dass man nie weiß, ob man sein investiertes Geld wiedersieht.

Gerade in diesem Moment: gestern war die Wahl zum Zuchtbeirat im Westen - ist das echte Interesse an der Zucht als Keimzelle des TRS groß und konkret wie lange nicht. Mitmachen gilt! Der HVT sind wir. Zumindest im Westen war der Zusammenhalt greifbar (auch als Folge des Züchterrenntags in GE). Es kann sich was entwickeln. Proteste bringen uns nicht weiter.

Forstwald Forstwald ... dass das jemand liest, was wir schreiben 😀

Die Keimzelle: Zwei Züchter anno 1780 in Epsom: Meiner ist schneller als Deiner. Wer gewinnt, dessen Name trägt ein neues Rennen: Seitdem heißt es "Derby"! Gezockt wurde da aber auch schon.

Mittwoch 25 September 09:38 Uhr
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Andreas Gruber

Themen: 4799
Beiträge: 3116
Philipp Meincke schreibt:

Immer wieder sind hier interessante Beiträge von Kiebitz und Forstwald.

Aber wie viele Pferde habt ihr in den letzten 10 Jahren gezüchtet ? Wie viel eigenes Geld investiert ? 
Wo sind hier die echten Züchter ???

Alle schreiben nur vom wetten oder alten Kamellen. Aber ohne Pferde wird es keine Rennen geben.

Züchterkommission ect. alles schön und gut. Aber warum soll jemand noch züchten, wenn er nachher gerade das Deckgeld erhält?

Habe nicht das Gefühl, dass hier überhaupt das grundlegende Verständnis vorhanden ist, was es bedeutet zu züchten.

Neben dem finanziellen ist es ein großer Zeitaufwand. Warum sollte man das machen, wenn man nachher keinerlei Würdigung erhält?

Die einzige Lösung und der einzige Ansatz kann nur noch ein europäischer Traber sein, wo der Züchter in jedem Land 20% erhält. Zumindest bis 4j. Danach 10% siehe SWE.

Wenn das nicht kommt, wird es in den nächsten Jahren keine Züchter mehr geben. Hier wäre der HVT gefragt. Dies ist die Priorität Nr 1. alles andere erledigt sich sonst eh von selbst.

Aber leider spricht niemand davon...

So, sorry für die Worte. Jetzt kann ja wieder über Wetten und theoretische Anpaarungen gesprochen werden.... 

Traurig, dass hier offensichtlich niemand echtes Interesse an der Zucht - der absoluten Grundlage- hat.

Wer genau würde denn dann die zusätzlichen 10% an Züchterprämie bezahlen?

Mal davon abgesehen, hat der Züchter perspektivisch wenig davon. Es gibt zu wenig gut dotierte Rennen in Deutschland. Wenn das Pferd wirklich so gut ist, der Züchter also von den 20% profitieren könnte, wird es nicht lange in Deutschland bleiben und der Züchter hat dann auch nichts von den 20% statt 10%.

Wie die Jährlingsauktion gezeigt hat, fängt das "Problem" der Züchter schon vor der Züchterprämie an, also schon beim Verkauf von jungen Pferden. Es nützen auch 50% Züchterprämie nichts, wenn es keinen Markt für Käufer von jungen Pferden mehr gibt. 

Mittwoch 25 September 09:47 Uhr
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Andreas Gruber

Themen: 4799
Beiträge: 3116
Carola Reckzeh schreibt:

Nun ja, der Wetter kann sich aussuchen, wo er wetten möchte. Wenn in Deutschland keine Rennen mehr stattfinden, wird eben woanders gezockt.

Beim Züchten ist das dann schon etwas anders. Die Pferdchen sind da und sollen nach Möglichkeit gut verkauft werden. Und während die Pferdchen da sind, verursachen sie auch Kosten. Mal ganz davon abgesehen, dass auch Mutterstuten nicht nur von der Luft und Liebe leben😉

Das Ergebnis der diesjährigen Derby-Auktion sollte alle mal wach gemacht haben!

Der HVT hat eine große Aufgabe: Stärkung der Inländer. Ansonsten können wir uns ziemlich bald vom deutschen Traber verabschieden.

Hat denn die diesjährige Auktiuon gezeigt, dass die Kosten für die Jährlinge zu hoch waren? Ne, denn so etwas macht sich nicht bei den Preisen einer Auktion bemerkbar. Die Preise einer Auktion stellen sehr gut die derzeitige Marktsituation dar. Und nach dieser Auktion muss man sagen, dass es kaum noch einen Markt für gut gezogene Jährlinge in Deutschland gibt. Wenn also irgendetwas zuerst beeinflusst werden muss, dann ist es den Markt für Käufer attraktiver zu gestalten. Denn all die Förderungen für Züchter machen keinen Sinn, wenn die Produkte nicht verkauft werden können.

Mittwoch 25 September 10:46 Uhr
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Tsunami Diamant

Themen: 12
Beiträge: 437

Sehr gute Beiträge, mit vielem liegt ihr wohl richtig

Die 24 Monate muessten und werden nur dann reichen, wenn klare Signale und Veränderungen bald schon im Beginn sind....

Nur aus ueber 20 Jahren Erfahrung, ist Sport/Verband/Aktive zu traege für schnellen Wandel.

 

Mittwoch 25 September 10:59 Uhr
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Johannes Wöstmann

Themen: 0
Beiträge: 12
Andreas Gruber schreibt:
Carola Reckzeh schreibt:

Nun ja, der Wetter kann sich aussuchen, wo er wetten möchte. Wenn in Deutschland keine Rennen mehr stattfinden, wird eben woanders gezockt.

Beim Züchten ist das dann schon etwas anders. Die Pferdchen sind da und sollen nach Möglichkeit gut verkauft werden. Und während die Pferdchen da sind, verursachen sie auch Kosten. Mal ganz davon abgesehen, dass auch Mutterstuten nicht nur von der Luft und Liebe leben😉

Das Ergebnis der diesjährigen Derby-Auktion sollte alle mal wach gemacht haben!

Der HVT hat eine große Aufgabe: Stärkung der Inländer. Ansonsten können wir uns ziemlich bald vom deutschen Traber verabschieden.

Hat denn die diejährige Auktiuon gezeigt, dass die Kosten für die Jährlinge zu hoch waren? Ne, denn so etwas macht sich nicht bei den Preisen einer Auktion bemerkbar. Die Preise einer AUktion stellen sehr gut die derzeitige Marktsituation dar. Und nach dieser Auktion muss man sagen, dass es kaum noch einen Markt für gut gezogene Jährlinge in Deutschland gibt. Wenn also irgendetwas zuerst beeinflusst werden muss, dann ist es den Markt für Käufer attraktiver zu gestalten. Denn all die Förderungen für Züchter machen keinen Sinn, wenn die Produkte nicht verkauft werden können.

 

Genau das ist doch das Problem, dass es keinen Markt gibt. Die Besitzer und Wetter haben am Sport, wie er im Moment betrieben wird, keine Lust mehr! Es müssen das Produkt Pferdewette und das Produkt Pferderennen von Grund auf überdacht werden. Ein Wetter ist auf das große Geld aus und das benötigt eine Wette mit einem attraktiven Gewinn. Es kann eine Großwette sein, und die darf nur schwer zu treffen sein. Aber das große Geld muss locken! Auf der anderen Seite muss sich ein Besitzer im Pferdesport wohlfühlen, und das ist im Moment wohl nicht der Fall. Es geht auch nicht immer um das Geld, wenn man Pferde hält, was im Trabrennsport immer wieder als Argument aufgeführt wird. Im Reitsport kostet ein Pferd deutlich mehr und kann, abgesehen von dem ganz großen Sport, kaum Geld verdienen. Solange wir den Besitzern, die Geld in Pferde stecken, und den Wettern den Sport nicht attraktiv darstellen, wird es mit der Zucht, dem Nachwuchs usw. nichts Nachhaltiges. 

 

Wenn ich überlege, wer mit mir damals Pferdewirt gelernt und nachher die Meisterprüfung gemacht hat: Von denen ist so gut wie keiner mehr im Sport tätig. Das aber nicht, weil man den Sport nicht gerne gemacht hat, sondern weil die Zukunftsperspektive hier in Deutschland gleich null ist. Aus meiner Sicht muss sich der HVT sofort als oberstes Organ und nicht nur als Zuchtverband verstehen. Die kleinen Besitzer/Amateurtrainer müssen wieder angelockt werden. Das waren früher die Leute, die die Felder gefüllt haben. Diese Leute wollen aber nicht alle zwei Wochen durch halb Deutschland fahren, um an Rennen teilzunehmen. Macht flexiblere Ausschreibungen und weniger Rennen, aber dafür volle Rennen (attraktiver für die Wetter) und regelmäßig auf die Regionen verteilt, sodass jeder eine Chance hat, alle zwei Wochen zu starten, aber nicht 400 km fahren zu müssen. 

 

Ach, es gibt so vieles, was einfach und ohne viel Geld geändert werden könnte, aber leider passiert meiner Meinung nach viel zu wenig. Was man in der Öffentlichkeit mitbekommt, ist leider sehr wenig. Wie sollen dann Leute motiviert werden, wenn nach außen der Eindruck entsteht, dass sich nichts tut?

 

 

Mittwoch 25 September 12:05 Uhr
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Andreas Gruber

Themen: 4799
Beiträge: 3116
Christina Hempel schreibt:

@ Andreas

Das wird nicht gelingen ohne: deutliche Anhebung der Rennpreise v.a. im Basissport. Mit gleichzeitiger deutlicher Anhebung der Anzahl der Renntage sprich Auswahl an Rennen. Beides kann/ will sich kein Rennverein mehr leisten v.a. nicht in einer z.B. Übergangsphase von 2 Jahren.

Ein Rennpferd kann, wenn es austrainiert ist, für 4 bis 6 Monate konsequent alle 10 bis 14 Tage starten. jeder Transport, der länger als 4 Stunden dauert, ist körperlich so anstrengend wie ein harte Ausdauerarbeit. je weiter die Transportwege, desto weniger Starts sind möglich. Wenn ich solch ein startfertiges Pferd in Berlin stationiere, komme ich mit Glück, vielleicht alle 4 Wochen in ein passendes Rennen unter, sprich habe 4 Rennen, wo es optimal läuft in einer saison. In Schweden habe ich mindestens 8 Rennen. Mehr Spaß am Pferd. Es geht nicht unbedingt um mehr Gewinn. In diesen Zeiten fährt man als Besitzer sowieso fast nicht mehr zur Bahn, um sich seine Pferdchen anzuschauen. Das Erlebnis Rennbahn wurde ab den 90ern aus Kostengründen z.B. in der Gastro schrittweise eingespart. Das sind die Folgen. Nun etwas aufzubauen , ist viel schwieriger.

Eine Sommerpause von z.B. 6 Wochen des hauseigenen Rennvereines bedeutet, das man sein Pferd woanders unterbringen muss ( denn es muss jetzt starten, kann nicht wie ein Motorrad in die Garage gestellt werden ) , weiter reist, dadurch ermüdet es schneller. Wenn dann der Rennverein seine Sommerpause beendet, geht das Rennpferd in Pause. Alles hausgemachte Probleme seit Jahren, die von Managern am reissbrett geplant werden, ohne sich mit den Eigenheiten des  Objektes Pferd ( für welches die rennbahn gebaut wurde ) auszukennen.

Mir persönlich fällt kein Patentrezept ein, welches in 24 Monaten zuverlässig greift, mehr Zeit ist mM nicht vorhanden. Man kann nur noch wie auf der Titanic, sein Geld weiter rein stopfen und weiterfeiern. Mit Niveau in D untergehen und danach auswandern

 

 

Ich glaube nich einmal, dass wir zu wenige Rennveranstaltungen haben. Und vom Norden einmal abgesehen, hab ich in den anderen Regionen noch eine Alternative. Und ja, natürlich nicht mehr so vielfältig wie es einmal war. Durch das "Mehr" an Veranstaltungen hatte man auch ein "Mehr" an Auswahl. Aber ein "Mehr" an Auswahl ergibt nicht automatische ein "Mehr" an Startern.

Vielleicht sollten wir das Thema Ausschreibung einmal völlig neu gestalten. Wieso schreiben wir noch nach Lebensgewinnsumme aus? Wollen wir nicht einmal eine "Formgewinnsumme" (Durchschnittsgewinn der letzten 10/15/20 Starts) nehmen, die das derzeitige Leistungsniveau besser abbildet?

 

Mittwoch 25 September 13:11 Uhr
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Kiebitz

Themen: 10
Beiträge: 496

Andreas Gruber Andreas Gruber schreibt: "Ich glaube nicht einmal, dass wir zu wenige Rennveranstaltungen haben."

Um das zu belegen bzw. eher zu widerlegen, sollte man einen fixen Pool von z.B. 5 oder mehr Startpferden verschiedener Qualität bilden - rein rechnerisch und rein theoretisch. Betrachten wir als erstes einen 3j. ohne Geld, der 8 Starts von Mai bis September im Alltagssport absolvieren will und chequen, welche Rennen für ihn ausgeschrieben werden/wurden; ein weiteres Szenario sollte einen 4j. betreffen, der Derby und BC ansteuert, dann aber eben auch AF-Pferde, die über Winter in Schwung gehalten werden sollen usw..

Man sollte deren Startmöglichkeiten konkret aufzeigen und mit den Ausschreibungen abgleichen. Das ist in einer Simulation ja wohl möglich. Über ein Jahr. Prämisse: keine Transporte über 400 km, alternativ: keine über mehr als 150 km, angestrebte Startfrequenz alle 10 Tage. Genauere Kriterien werden sich bei näherer Betrachtung ergeben.

Dann wird sich schnell zeigen, ob und wo es in D möglich ist, pferdegerecht zu starten. Man kann das auch rückwirkend aufzeigen.

Das größte Interesse an solch einer Modellrechnung müßten die RVe haben, denn sie leben ja von den vorhandenen Startpferden. und nicht davon, diese zu vertreiben. Wir müssen lernen, das vorhandene Pferdematerial aktiv zu managen auf der Basis von Fakten und Planungsdaten. Und dazu gehört ein Controlling der Ausschreibungen.

Die schnellste und wichtigste Hilfe in dieser Richtung: Nennung und Starterangabe a la franz. Infonet und Ausschreibungen 3 Monate im Voraus. Aufgrund der gerne genutzten Nennungen Wochen vorher läßt sich frühzeitig die Bewegung und der Bedarf der Startpferde erkennen, nachverfolgen und ggf. nachjustieren. Das ist für alle Beteiligten hilfreich.

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